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Die Hauptkirche Beatae Mariae Virginis (BMV)
Die Kirche
ist
geöffnet von
Dienstag bis Samstag
10-12 und
14-16 Uhr Unsere Hauptkirche Beatae Mariae Virginis ist der erste bedeutende protestantische Großkirchenbau in Norddeutschland. Sie stammt aus dem frühen 17. Jahrhundert, einer Zeit, in der die in Wolfenbüttel residierenden Welfenherzöge die Stadt entwickelten. Erbaut wurde die Kirche von dem herzoglichen Baumeister Paul Francke (1538-1615). 1608 wurde der Grundstein gelegt. Bemerkenswert ist die Erwähnung dieser Kirche bereits in Merians "Topographia" von 1654. Ein paar Informationen und Bilder finden Sie auch bei bei Wikipedia.
Für dieses erste "groß gedachte" Kirchengebäude des Protestantismus gab es keine Vorbilder. Der Baumeister Paul Francke verschmolz in diesem Bau Stilelemente der Gotik, der Renaissance und des Barock zu einer großartigen Einheit. Das nach eigener "Manier" im Kombinieren und Mischen gestaltete Gesamtkunstwerk stellt eines der wenigen Beispiele des Manierismus dar und kennzeichnet den Übergang von der Stilepoche der Renaissance zu der des Barock. Bemerkenswert sind die reichhaltigen Portale, vor allem der Haupteingang im Westen und der Reliefschmuck auf den derben Quadersteinen. ![]() Der Hochaltar ist aus Holz geschnitzt und wurde vom Freiberger Bildschnitzer Bernhard Dittrich geschaffen. Die eindrucksvolle Darstellung des Passionsgeschehens mit dem siegreichen Gottessohn als obere Bekrönung hat dieses Werk zu einem hervorragenden Beispiel protestantischer sakraler Bildkunst werden lassen. Hinter dem reich verzierten Orgelprospekt von Georg Huebsch und Friedrich Greyss verbirgt sich ein viermanualiges Orgelwerk mit 53 Registern, erbaut von Gottfried Fritzsche. Die Fürstengruft beherbergt in 29 z.T. künstlerisch wertvollen Sarkophagen die Mitglieder des Herzoghauses, die von der Mitte des 16. Jahrhunderts an bis 1750 hier bestattet wurden. Zur
Baugeschichte und zur
Ausstattung finden Sie Informationen auf der Homepage
baufachinformation.de.
Über zwölf Jahre liefen von 1997 bis 2009 wieder Sanierungsarbeiten,
die ohne Hilfe von Stiftungen nicht finanzierbar waren. Die Deutsche
Stiftung Denkmalschutz hat hier einen wesentlichen Beitrag geleistet.
Auf ihrer Homepage
findet man ein Projektblatt.
Sanierungsbedürftig war die Westfassade mit dem Turm und dem
Haupteingangsportal. In diesen zwölf Jahre konnten wir nur das
Nordportal als Eingang benutzen. Mit einem Festgottesdienst
am 1. November 2009 hat die Gemeinde nunmehr die Wiedereröffnung des
Hauptportals feiern können: Die Tür mit der Darstellung der Apostel
Petrus und Paulus und flankiert von Moses und Aaron ist wieder
geöffnet.
Michael
Praetorius
(1571/72 – 1621) - „Eine Zierde und Stütze der Kirchenmusik“
- war seit 1604 in Wolfenbüttel Hofkapellmeister. Er wurde
unter der Orgel der Hauptkirche begraben, allerdings ist der genaue Ort
nicht mehr bekannt. Auch sein Epitaph gibt es nicht mehr; der Ort, wo
es sich einst befand, ist allerdings noch sichtbar. Von Praetorius
stammt auch die Disposition der
Orgel.
Über diesen bedeutenden Komponisten und Musikwissenschaftler beherbergt
unsere Hauptkirche seit September 2008 eine kleine aber sehenswerte
Ausstellung. Diese
Ausstellung gibt in
anschaulicher Weise Auskunft über Leben und Wirken des
Hofkapellmeisters und vermittelt einen Eindruck vom umfangreichen
kompositorischen Werk des Komponisten Michael Praetorius. Seine Musik
kann über Kopfhörer gehört werden. Ein Begleitheft zur Ausstellung
sowie eine CD ist erhältlich. Nachdem diese Ausstellung schon mehrfach
gezeigt wurde (2005 in Wolfenbüttel, 2006 in Halberstadt, 2007 in
Torgau) findet sie nun einen festen Platz auf der Nord-Ost-Empore der
Hauptkirche BMV in Wolfenbüttel. Konzipiert und gestaltet wurde die
Ausstellung von Winfried Elsner, MICHAEL PRAETORIUS COLLEGIUM
WOLFENBÜTTEL.
Im frühem 17. Jahrhundert blühte der Orgelbau in unserer Region. Eine Ausstellung über die Leistungen der großen Orgelbauer David Beck, Esaias Compenius und Gottfried Fritzsche fand 2008 statt, hier ist das Leporello zur Ausstellung mit lesenswerten Informationen . |
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